Chronik
Wenn über einen Verein zu berichten ist, muss man seine Wurzeln erfassen: Alles hat seine Geschichte – auch das Radfahren und aus dem "normalen" Radfahren entwickelte sich der Radsport, der wiederum verschiedene Arten präsentiert. Im Radsport taucht auch das Wort "Kunst" auf. In den Lexiken findet man Erklärungen über den Radsport und die Art des Kunstradfahrens. Eine Erklärung wäre, dass der Kunstradsport schon eine artistische Darbietung auf Spezialfahrrädern ist. Es gibt Wettbewerbe in den Disziplinen Einer-, Zweier-, Vierer- und Sechserkunstradfahren.
Vereine führen Protokollbücher, sie sind die Geschichtsbücher eines Vereins. Sein Werden, seine Entwicklung, auch Höhen und Tiefen werden aufgezeichnet, alle Geschehnisse können wir "Vereinsbiografie" nennen. Bevor aber näher auf unseren Verein, den RSV »Wanderlust 1905« e.V. Steinbach (Taunus), eingegangen wird, ein Geschichts-Vorwort, von der "Geburt" des Fahrrades und seinem späteren "Lebenslauf".
Ein Fahrrad ist längst mehr als ein weitverbreitetes Verkehrsmittel und Radfahren beinhaltet mehr als Fortbewegung von einem Ort zum anderen. Dahinter verbirgt sich eine Lebenseinstellung. Diese Zeilen stammen von einem Berichterstatter aus dem Jahre 1997 anlässlich der Ausstellung "Gegenwind – zur Geschichte des Radfahrens" im Stadtmuseum Hofheim. Und noch eine interessante Passage: Während etwa männliche Radfahrer noch 1890 als "Strampelbrüder" abqualifiziert wurden, sorgte man sich bei den weiblichen lange Zeit um den sittlichen Anstand und um die Gesundheit.
Jedoch, das Rad konnte Ende des 19. Jahrhunderts seinen Siegeszug als Sinnbild des Fortschritts antreten. Es ist festgehalten, um 1910 verkehrten im Deutschen Reich bereits etwa eine Million Räder. Dies ermöglichte die Massenproduktion. Der kleine Mann konnte also ein Fahrrad kaufen. In unserer Region sollen nur vier bekannte Fahrradhersteller genannt werden: Opel, Adler, Torpedo, "Frischauf" Offenbach.
Die "Radfahr-Forscher" lassen uns wissen, bis zur Massenherstellung von Rädern war es ein Privileg des Adels und des reichen Bürgertums, sich sportlich und in der Freizeit mit und auf dem Fahrrad zu bewegen. Die Engländer, die als Sportenthusiasten bekannt waren, schwangen sich auch auf den Fahrradsattel, sie sollen schon damals dem sportiven Radfahren sehr zugetan gewesen sein. Wenn die Männerwelt zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Fahrrad als praktisches Verkehrsmittel und auch wegen seiner gesundheitsfördernden Auswirkungen akzeptierte, hatte die Damenwelt in punkto Radl ein Problem, denn Moralprediger meinten, für Mädchen und Frauen sei es unschicklich, in der Öffentlichkeit Rad zu fahren. Aber viele Mädchen und Frauen ließen sich nicht einschüchtern. Sie legten das Korsett ab, zogen Pumphosen an und traten in die Pedale. So wurde das Radfahren für die Weiblichkeit ein Symbol der Emanzipation! Wenn Mädchen und Frauen uns heute mit künstlerischen Darbietungen auf Rädern erfreuen, ist es eine wahre Augenweide: Ästhetik gepaart mit Können und Artistik. Ebenso wird den männlichen Kunstradfahrern auch Bewunderung gezollt.
Wir werfen noch einen weiteren Blick zurück in das Jahr 1814. Die Erfolgsgeschichte des Rades begann mit einer Konstruktion aus Holz und Eisen. Carl Friedrich von Drais präsentierte das erste steuerbare Laufrad. Diese zweirädrige "Laufmaschine" wurde fortbewegt, indem man sich mit den Füßen vom Boden abstieß. 1817 legte Drais die 50 Kilometer von Karlsruhe nach Kehl in vier Stunden zurück. Das war eine wahre Sensation, denn die Pferdepost brauchte für die Strecke damals die vierfache Zeit. Man schrieb: "Die revolutionäre Erfindung sorgte für Furore, aber ein echter Renner wird die Laufmaschine nicht. Immerhin, ein Anfang ist gemacht. Doch es ist noch ein weiter Weg bis zum Fahrrad, wie wir es kennen. "
Ehe aus dem Laufrad ein pedalgetriebenes Fahrrad wurde, vergingen rund fünfzig Jahre. Ab 1869 seien Radfahrschulen entstanden, die großen Zulauf hatten. Die technische Weiterentwicklung des Fahrrades allerdings gleicht einer Geschichte der Irrungen und Wirrungen. So manche Idee führte in die Sackgasse. Was wurde da nicht alles ausgetüftelt! Um Fahrräder schneller zu machen, vergrößerte man zum Beispiel das Vorderrad. Man müsste noch viel Platz einräumen, um alles über das Fahrrad zu berichten. Was noch zu erwähnen ist: Der luftgefüllte Reifen ist die Erfindung des Tierchirurgen Dunlop.
1925 fand im Stadion zu Frankfurt am Main die 1.Internationale Arbeiter Olympiade statt. Aus dem Programm ist zu erwähnen, dass auch das Rad mit den Disziplinen: Radwettfahren, Massenreigen der Radfahrer und Kunstreigen vertreten war. Wir stellen fest: Das Rad hat seinen festen Platz auch im Sport gefunden. Man kann davon überzeugt sein, die Steinbacher Radsportfreunde waren dabei.
Genug der Fahrrad-Vor-Geschichte. Jetzt beleuchten wir im Speziellen die Geschichte des Jubiläumsvereins, des Radsportvereins »Wanderlust 1905« e.V. Steinbach (Taunus).
Eine wahre Fundgrube sind die Sammlungen von Peter Botta und Wilhelm Fladung. Auf den Fotos, die natürlich Vereinsbezogen sind, erblicken wir auch das alte Steinbach. Viele Gebäude und andere Bauwerke existieren heute nicht mehr. So haben diese Aufnahmen eine Doppelfunktion, Bildgeschichte des Vereins und Dorfgeschichte. Eine Vielzahl von Zeitungsartikeln berichten über die Aktivitäten des Vereins und wenn wir das gedruckte lesen, verstehen wir die Worte von Walter Herbst, der als damaliger Bürgermeister der Stadt Steinbach zum 75-jährigen Jubiläum des Vereins unter anderem folgendes Grußwort übermittelte: "Der Radportverein »Wanderlust 1905« e.V. Steinbach (Taunus). hat den Namen unserer Stadt Steinbach (Taunus) über die Grenzen hinaus bekannt gemacht."
Wahrlich, der Verein ist bekannt geworden und ist es auch heute noch und hat durch seinen Bekanntheitsgrad auch seine Heimatstadt vorgestellt.
Der Radsportverein »Wanderlust 1905« e.V. Steinbach (Taunus). hat ein Tableau erstellt, aus dem zu ersehen ist, was die "Meisterinnen und Meister des Rades" sind. 39 Sportlerinnen und Sportler, haben für "ihren" RSV an Europa- und Deutsche-Meister-Titel "heimholten".
3 Deutsche-Meister im 1er Kunstradfahren Jgd., und 52 Deutsche-Meister im 4er/6er Einrad-, Kunstrad- und Steuerrohrfahren. Darüber hinaus wurden ungezählte Erfolge bei Bezirks-, Kreis-, Landes- und Regional-Meisterschaften sowie Pokalwettkämpfen errungen. Nach dieser Aufzählung kann man ohne zu übertreiben ein großes Ausrufezeichen setzen!
Nun zur "Urgeschichte" des Vereins. Wenn wir mit "Es war einmal" beginnen, dann ist das Nachfolgende aber kein Märchen. Denn: Es war einmal eine Männergesellschaft anno 1905, am 18. Mai, die im Gasthaus "Zum Adler" in der Bahnstraße (das Gasthaus besteht nicht mehr) zusammen kamen um einen Radfahrerverein zu gründen.
Der Verein erhielt den Namen "Arbeiter-Radfahrer Verein »Wanderlust« Steinbach am Taunus". In dem Buch "1200 Jahre Steinbach" von Dr. Fritz Krause findet der Verein Erwähnung. Es wird vorangehend über die Verschmelzung der Sportvereine "Vorwärts" und "Turngesellschaft" zur "Freien Turnervereinigung Steinbach" im Gasthaus "Zum Darmstädter Hof" (Bahnstraße) berichtet. Das Motto "Einigkeit macht stark!" stand wohl Pate bei der Verschmelzung der beiden Vereine. Dann folgen Zeilen über den Radsportverein: "Sicherlich kam von hier die Anregung zur Gründung des Radfahrvereins »Wanderlust« am 18. Mai 1905 im Gasthaus "Zum Adler"."
Das Dörfchen Steinbach hatte 1905 etwa 800 Einwohner. Es regierte Bürgermeister Karl Hch. Heinrich, der zugleich Standesbeamter und Ortsgerichtsvorsteher war. Als Beleuchtung im Hause verwendete man die Petroleumlampe, Strom kam erst um 1910.
Im vergilbten Festbuch zum 25-jährigen Jubiläum des Arbeiter-Radfahrer-Vereins »Wanderlust« Steinbach am Taunus, das Jubiläum war am 8., 9. und 10. Juni 1930, ist unter "Vereinsgeschichte" zu lesen: "Im Jahre 1905 wurde in unserem Ort von verschiedenen Arbeitern, die Interesse am Radsport hatten, der Gedanke gehegt, einen Radfahrer-Verein zu gründen. Dieselben unternahmen öfters kleine gemeinsame Ausfahrten und kamen dadurch eigentlich auf den richtigen Gedanken, dass es besser wäre, wenn man einen Verein gründen würde." Steinbach zählte 1930 etwa 1060 Seelen, als Bürgermeister fungierte bis 1932 Karl Molitor. Ebenso finden wir in dem Festbüchlein, es kostete 20 Pfennige, ein amüsantes "Dichterwerk":
Mit "Bütte" ist der Laufbrunnen auf dem Pijnacker Platz gemeint. Bekannt ist, dass dieser Wasserspender schon 1628 als Viehtränke erwähnt ist. Die "Bütte" ist Steinbachs Wahrzeichen, das Stadtwappen resultiert daraus. In dem Festbuch (1930) finden wir von Hermann Pauli (*1885, 1966), Hauptlehrer, Naturfreund und Heimatforscher, einen Artikel betitelt "Woher kommt Steinbachs Sonderstellung?". In der Einführung zu diesem Thema finden wir diese Zeilen: "Wer längere Zeit in Steinbach wohnt, dem wird bald eine gewisse Selbstherrlichkeit der Bewohner auffallen: sie sind gewohnt, ihre eigenen Wege zu gehen und selbstständig zu handeln, getreu einer Jahrhunderte langen Tradition, die sich auf eine Sonderstellung gründet." Worte aus diesem Zitat wohl verwendbar im "Lebenslauf" des Vereins.
Und auch diese Zeilen aus der Jubiläumsschrift "75 Jahre Radsport in Steinbach" sollen vorangestellt werden: Das Grußwort des 1. Vorsitzenden des Hessischen Radfahrerverbandes im Landessportbund e.V., Leonhard Henkel. "Höchstleistungen im Kunstradfahren haben dem Radsportverein»Wanderlust 1905« e.V. Steinbach (Taunus) seit vielen Jahren im In- und Ausland Bewunderung und Anerkennung gebracht. Europa-Titel konnten mehrfach im 1er Kunstfahren Jugend und im 6er Kunstfahren Männer errungen werden. Deutsche Meister- und Hessenmeister-Titel in den verschiedenen Kunstfahrwettbewerben sind so zahlreich, dass man dem Verein eine ganz außergewöhnliche stolze sportliche Bilanz bescheinigen muss.
Über die Vereinsgründung wurde berichtet. Wir gehen jetzt in die Anfangszeit hinein. Man weiß: Jeder Anfang ist schwer. Es ist festgehalten, was sich nach der Gründung so tat. Es heißt: "Umgehend schloss sich der junge Verein dem Arbeiter-Radfahrerbund an. Bei der Steinbacher Vereinsgründung ließ es sich der Bundesvorsitzende Ph. Althaus nicht nehmen zugegen zu sein. Bereits zwei Jahre nach der Gründung gehörten dem Verein 22 Mitglieder an.
Der Sachse Richard Gensitz, in Chemnitz bereits aktiver Radfahrer, kam 1909 nach Steinbach und trainierte – von den sonntäglichen Radtouren abgesehen – erstmals das Reigenfahren im Saal. Durch regelmäßiges Üben waren die Sportler in der Lage, am Bezirkswettbewerb teilzunehmen, doch war der Verein noch zu jung, um sich in die Liste der Sieger eintragen zu können.
Im Frühjahr 1911 unternahm der RFV »Wanderlust« seine erste größere Fahrt nach Worms. Anlass war ein Besuch der um Infanterieregiment Nr. 118 eingezogenen Mitglieder Jakob und Konrad Gissel.
Mitte des Jahres lud die "Freie Turnvereinigung" zu einer Sportveranstaltung ein. Der Radfahrerverein beteiligte sich mit Reigenfahren im Festzelt auf dem alten Turnplatz in der Obergasse und fuhr beim Festzug erstmalig die "achtköpfige Postkutsche".
»Wanderlust 1905« e.V. Steinbach (Taunus) seit vielen Jahren im In- und Ausland Bewunderung und Anerkennung gebracht. Europa-Titel konnten mehrfach im 1er Kunstfahren Jugend und im 6er Kunstfahren Männer errungen werden. Deutsche Meister- und Hessenmeister-Titel in den verschiedenen Kunstfahrwettbewerben sind so zahlreich, dass man dem Verein eine ganz außergewöhnliche stolze sportliche Bilanz bescheinigen muss.
Über die Vereinsgründung wurde berichtet. Wir gehen jetzt in die Anfangszeit hinein. Man weiß: Jeder Anfang ist schwer. Es ist festgehalten, was sich nach der Gründung so tat. Es heißt: "Umgehend schloss sich der junge Verein dem Arbeiter-Radfahrerbund an. Bei der Steinbacher Vereinsgründung ließ es sich der Bundesvorsitzende Ph. Althaus nicht nehmen zugegen zu sein. Bereits zwei Jahre nach der Gründung gehörten dem Verein 22 Mitglieder an.
Der Sachse Richard Gensitz, in Chemnitz bereits aktiver Radfahrer, kam 1909 nach Steinbach und trainierte – von den sonntäglichen Radtouren abgesehen – erstmals das Reigenfahren im Saal. Durch regelmäßiges Üben waren die Sportler in der Lage, am Bezirkswettbewerb teilzunehmen, doch war der Verein noch zu jung, um sich in die Liste der Sieger eintragen zu können.
Im Frühjahr 1911 unternahm der RFV »Wanderlust« seine erste größere Fahrt nach Worms. Anlass war ein Besuch der um Infanterieregiment Nr. 118 eingezogenen Mitglieder Jakob und Konrad Gissel.
Mitte des Jahres lud die "Freie Turnvereinigung" zu einer Sportveranstaltung ein. Der Radfahrerverein beteiligte sich mit Reigenfahren im Festzelt auf dem alten Turnplatz in der Obergasse und fuhr beim Festzug erstmalig die "achtköpfige Postkutsche".
Nichts zählte sehnlicher zu den Wünschen der Steinbacher Radfahrer als die Anschaffung vereinseigener Saalräder, denn noch immer musste man sich mit Tourenrädern begnügen. Um dieses Ziel schneller zu erreichen, betrieb man 1912 einen schwunghaften Zigarrenhandel. Zusätzlich kassierte man an einem eigens eingerichteten Luftgewehrstand pro Schuss 5 Pfennige. Konrad Gissel rettete im Jahre 1933 die beiden Luftgewehre, die sich der Verein 1910 zu diesem Zwecke zugelegt hatte, vor der Beschlagnahme durch die Nationalsozialisten.
In Gedenken an Konrad Gissel hier diese Zeilen. "De Konrad" ist eine Sport-Legende. Er hatte sich dem Radsport mit "Haut und Haaren" verschrieben. In seinem Herz hatte "sein" Verein einen Dauerplatz. Konrad Gissel war eine "Idealisten-Rarität". Im Nachhinein kann man für ihn die Worte "So einer gab’s nur einmal" gebrauchen. Es wird berichtet: "Am 1.4.1907, als er seinen ersten Gesellenlohn verdiente, wurde Konrad Gissel mit 18 Jahren Mitglied im Radfahrerverein. 50 Jahre war er Kassierer des Vereins. Für seien Verdienste, seinen unermüdlichen Idealismus und Einsatz für andere, wurde er zum Ehrenkassierer ernannt und erhielt höchste Auszeichnungen durch Verein, Stadt und Bundesrepublik." Anlässlich seiner 70-jährigen Mitgliedschaft veranstaltete der Verein am 11.12.1977 eine Sport-Matinee im Bürgerhaus.
Bei der Anschaffung der ersten Kunstfahrräder war er dabei, das war im Jahr 1924. Und es gibt auch eine Geschichte aus dieser Zeit, über die noch berichtet wird. Konrad Gissel war gebürtiger Steinbacher. Er lernt den Maurerberuf.
"Jegliche Vereinsaktivitäten wurden durch den Ausbruch des I. Weltkrieges am 2. August 1914 gelähmt. Auch die Radfahrer waren hiervon betroffen. 1918 trauerten Steinbachs Radsportler um 12 gefallene Aktive und brachten in den Vereinslokalen "Darmstädter Hof", "Zum goldenen Stern" und "Zur Eisenbahn" Gedenktafeln an. 1919 startete der RFV "Wanderlust" mit 20 Mitgliedern zu neuem Beginn." Dies aus der Jubiläumsschrift "1905 bis 1980 – 75 Jahre Radsport in Steinbach, RSV »Wanderlust 1905« e.V. Steinbach (Taunus)".
In der erwähnten Jubiläumsschrift heißt es: "Hauptsächlich dem Kassierer Friedrich Linke verschaffte die grassierende Geldentwertung nie geahnte Schwierigkeiten. Am Beispiel des Monatsbeitrages spiegelte sich die rapide Inflation deutlich wieder. Betrug dieser seither 15 Pfennige, so stieg er Ende 1921 auf 1,50 Mark und verzehnfachte sich bereits 1922 auf 15 Mark. Wer seinen Obolus Anfang November 1923 entrichtete, kam mit 6 Millionen Mark noch relativ glimpflich davon, denn am Ende des Monats hatte er 30 Milliarden hinzublättern."
Im Jahre 1923 betrug die Mitgliederzahl 63 Mitglieder. Fünfzehn Vereinsmitglieder stifteten im Sommer 1923 ein Banner. Es ist zu lesen: "Den beachtlichen Reinerlös von 1.025.645,-- Mark (Inflationsgeld) brachte die am 23. und 24. Juni prunkvoll durch-geführte Bannerweihe im "Darmstädter Hof"." Die Rechnung des Banners muss zu jener Zeit "irre hoch" gewesen sein.
Anschaffung der ersten Saalräder. "Zurückgeworfen durch den I. Weltkrieg und Inflation bemühten sich die Steinbacher seit 1924 erneut um die Anschaffung dieser Sportgeräte", so ist zu lesen. Das Fahrradhaus "Frischauf" bot auch Nähmaschinen, Motorräder und "normale" Fahrräder an. Eine "Frischauf" - Vertretung gab’s in Steinbach: Fr. Joh. Nickl. Fendel Ww. Söhne, so eine Anzeige aus dem Jahre 1930. Und über den Transport der Räder gibt es diese Geschichte: "Der Transport der Räder kam jedoch einem Zeitgenössischem Krimi gleich, weil die Bad Homburger Bahnstrecke – 1924 noch Grenze des gefallene Aktive und brachten in den Vereinslokalen "Darmstädter Hof", "Zum goldenen Stern" und "Zur Eisenbahn" Gedenktafeln an. 1919 startete der RFV "Wanderlust" mit 20 Mitgliedern zu neuem Beginn." Dies aus der Jubiläumsschrift "1905 bis 1980 – 75 Jahre Radsport in Steinbach, RSV »Wanderlust 1905« e.V. Steinbach (Taunus)".
In der erwähnten Jubiläumsschrift heißt es: "Hauptsächlich dem Kassierer Friedrich Linke verschaffte die grassierende Geldentwertung nie geahnte Schwierigkeiten. Am Beispiel des Monatsbeitrages spiegelte sich die rapide Inflation deutlich wieder. Betrug dieser seither 15 Pfennige, so stieg er Ende 1921 auf 1,50 Mark und verzehnfachte sich bereits 1922 auf 15 Mark. Wer seinen Obolus Anfang November 1923 entrichtete, kam mit 6 Millionen Mark noch relativ glimpflich davon, denn am Ende des Monats hatte er 30 Milliarden hinzublättern."
Im Jahre 1923 betrug die Mitgliederzahl 63 Mitglieder. Fünfzehn Vereinsmitglieder stifteten im Sommer 1923 ein Banner. Es ist zu lesen: "Den beachtlichen Reinerlös von 1.025.645,-- Mark (Inflationsgeld) brachte die am 23. und 24. Juni prunkvoll durch-geführte Bannerweihe im "Darmstädter Hof"." Die Rechnung des Banners muss zu jener Zeit "irre hoch" gewesen sein.
Anschaffung der ersten Saalräder. "Zurückgeworfen durch den I. Weltkrieg und Inflation bemühten sich die Steinbacher seit 1924 erneut um die Anschaffung dieser Sportgeräte", so ist zu lesen. Das Fahrradhaus "Frischauf" bot auch Nähmaschinen, Motorräder und "normale" Fahrräder an. Eine "Frischauf" - Vertretung gab’s in Steinbach: Fr. Joh. Nickl. Fendel Ww. Söhne, so eine Anzeige aus dem Jahre 1930. Und über den Transport der Räder gibt es diese Geschichte: "Der Transport der Räder kam jedoch einem Zeitgenössischem Krimi gleich, weil die Bad Homburger Bahnstrecke – 1924 noch Grenze des"Mainzer Brückenkopfes" – ständig von französischen Wachmannschaften kontrolliert wurde. Man benötigte zum offiziellen Überqueren einen besonderen Passierschein. Auch die in Frankfurt beschäftigten Arbeiter schlichen im Morgengrauen durch die Steinbacher Hohl. Die Mitglieder Friedrich Braunroth und Wilhelm Eckert behielten den Brückenübergang oberhalb der Blockstelle "Hahnäcker" im Auge, und derweil schoben Konrad Gissel, Richard Gensitz, Wilhelm Hirdt und Theodor Gissel bei strömendem Regen um Mitternacht von der Heerstraße kommend die wertvollen Räder durch die schlammigen Feldwege und Getreideäcker Richtung Steinbach.
Am 16. August 1924 war das Vorhaben endlich gelungen und man feierte es mit Fackelzug und Tanz im "Darmstädter Hof". Nun endlich sahen sich die Aktiven des RFV "Wanderlust" in der Lage, unter den gleichen Bedingungen wir andere Radsportler an Saalwettbewerben teilzunehmen."
Von 1924 bis 1927 konnten die Radsportler auf Bezirksebene im 4er-Reigen vier 1. und zwei 2. Plätze erringen. Einfach war der Transport der Räder nicht immer. Der Gastwirt von "Goldenen Stern", Franz Mattäus, genannt "de raue Franz", fuhr die 16 Teilnehmer zur Meisterschaft nach Kleinkarben im geschmückten (!) Leiterwagen. Man berichtet, dass später die Saalräder zu Meisterschaften, die innerhalb Hessens stattfanden, neben den Tourenrädern hergeschoben wurden.
1927 wurde auch eine Mädchenmannschaft gegründet. Die ersten Sportlerinnen dieser Mannschaft waren: Elisabeth Weber, Kätchen Nöll, Maria Munz geb. Braunroth und Anni Gruber.
Dann kamen die ersten Siege bei Deutschen Meisterschaften: 1928 konnten die Schulreigenfahrer bereits den 1. Platz beim Bezirkswettbewerb in Okriftel erringen. Auch in Langen siegten die gleichen Sportler in dieser Disziplin. Große Freude 1929. Trainer Wilhelm Hirdt und Fahrradwart Jean Fendel begleiten die Fahrer im Juli 1929 zur Bundesmeisterschaft nach Berlin. Hier errangen die Sportler Heinrich Weber, Karl Januskiewitz, Jean Drothen und Heinrich Hill I. den Sieg im 4er Schulreigen. "Großer Bahnhof" am Weißkirchener Bahnhof: Die Sieger wurden von einem Musikzug und sämtlichen (!) Steinbacher Vereinen in Empfang genommen. Und von da an ging’s – sportlich – bergauf.
Die braune Zeit bewirkte die Auflösung des RFV "Wanderlust". Es heißt: "Die Mehrheit der Steinbacher Radsportler blieb trotz langjähriger Arbeitslosigkeit den Versprechen der Nationalsozialisten gegenüber immun. So entging auch der Steinbacher Radfahrverein nicht der nationalsozialistischen Säuberungsaktion." Am 16. Mai 1933 beschlagnahmte die NSDAP-Ortsgruppe das gesamte Vereinseigentum des RFV einschließlich Vereinskasse. Der RFV ließ sich nicht zum Übertritt in den "Bund Deutscher Radfahrer" bewegen. Die Auflösung des Vereins erfolgte somit am 2. Januar 1934.
Wiederzulassung des RFV "Wanderlust" nach dem II. Weltkrieg. Es war Friedrich Braunroth, der von 1924 bis zur Auslösung des Vereins als Schriftführer dem Vorstand angehörte, der im Herbst 1945 damit begann, ehemalige Radfahrer um sich zu versammeln. Die Wiederzulassung durch die zuständige Stelle erhielt der Verein und am 6. Februar 1946 folgten 25 Ehemalige dem Aufruf zur Wiedergründung. Interessant sind diese Zeilen aus der Vereins-Jubiläums-Schrift zum 75sten: "Die Grundlage des sportlichen Neubeginns bildeten die im Jahre 1934 von Konrad Gissel, Jean Fendel und Heinrich Adolf Lorey aus dem beschlagnahmten Vereinseigentum zurückgekauften 8 Saal- und 6 Einräder. Diese Räder hatten – vor neugierigen Blicken sorgfältig unter Stroh versteckt – in der Scheune von Fahrradwart Jean Fendel geschlummert.
Als weitere Sportart wurde der Rollschuhlauf in das Vereinsangebot aufgenommen. Beachtenswerte Erfolge wurden erzielt. Deutsche Meister-Titel wurden nach Steinbach geholt. Die Namen: 1955: die Schüler Margit Braunroth und Wolfgang Heinrich. Johann Wilhelm Heinrich trainierte die beiden. 1957: Karin Petri geb. Becker, Christa Raschke geb. Schunda, Gerlinde Botta geb. Schunda und Sieglinde Schnellhammer geb. Wenzel. 1959: Karin Petri geb. Becker, Christa Raschke geb. Schunda, Gerlinde Botta geb. Schunda und Berthilde Becker geb. Wenzel.
Die "Volksstimme" berichtete am 19. Juli 1932 vom Sieg bei der Bundesmeisterschaft im 4er Einrad: "…Das Ergebnis ist doppelt erfreulich, da auch schon vor drei Jahren die Bundesmeisterschaft nach Steinbach fiel. Ein fast unübersehbarer Fackelzug, an dem sich alle Ortsvereine nahezu geschlossen beteiligten, holte die glückstrahlenden Sieger an der Bahn ab…"
Aus dem Taunus-Anzeiger vom 12. Januar 1960 wurden zwei Fotountertexte wiedergegeben. "Innenminister Heinrich Schneider beglückwünschte die erfolgreichen Steinbacher Radfahrer und Rollschuhläuferinnen." Dann: "Bundessportleiter Heinrich Schindler übergibt dem Vorsitzenden des Steinbacher Radfahrvereins "Wanderlust", Wilhelm Heinrich, die "Goldene Kette"." Und: "Der Chor des Steinbacher Vereins "Frohsinn" sang zu ehren der Meister ein klangschönes Lied."
Eine Danksagung ging an die Steinbacher Bürger! Am 19., 20. und 21. Juni 1965 feierte unser Verein sein 60-jähriges Vereinsjubiläum. Es war ein Volksfest, wie es Steinbach noch nicht erlebt hat, dank ihrer Unterstützung. (…) Unser ganz besonderer Dank gilt allen Einwohnern von Steinbach für die schöne Ortsausschmückung…"
Ein Einladungsschreiben lud zur Sport-Revue 1970 für den Freitag, 6. November, im Steinbacher Bürgerhaus ein. Für 5 DM konnte man dabei sein. Dies war eine Sportschau mit Welt-, Europa- und Deutschen Meistern. Natürlich wirkten Steinbacher Fahrer mit.
Die einleitenden Worte: "Der Bund Deutscher Radfahrer überreichte dem Verein in Würdigung seiner Erfolge einen Goldpokal. Heinrich Hill und Jakob Weber wurden für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt…"
Der Radsportverein zählte zu jener Zeit 130 Mitglieder, fünfzig davon sind aktive Kunstradfahrer. 30 Schüler, 10 Jugendliche und 10 Aktive über 18 Jahre betreiben den interessanten Sport.
Am 10.01.1970 hieß es in der Taunus-Zeitung: "Steinbacher Hallenradsportler sind international bekannt." - "Steinbach am Taunus darf innerhalb der Bundesrepublik Deutschland getrost als Radsport-Hochburg bezeichnet werden." Unter dem Foto steht: "Der Radsportverein wird von diesen Männern geleitet: Vorsitzender Peter Botta, der zweite Vorsitzende Wilhelm Fladung und Trainer Heinrich Hill." Ein weiterer Zeitungsartikel 1970 trägt die Überschrift "Sie haben Steinbach bekannt gemacht"
Bei einem Empfang im Rathaus fand der damalige Bürgermeister Walter Herbst lobende Worte: "Zum zweiten Mal empfangen wir sie hier, um zu bekunden, dass der Sport und insbesondere Ihre Leistungen einen guten Platz im öffentlichen Leben erobert haben. Wir ehren nicht nur den erfolgreichen Verein von Steinbach, sondern auch den erfolgreichsten Hallenradsportverein in der Bundesrepublik." An diesem Abend, bei der Sportrevue, sagte das Gemeindeoberhaupt: "Ihre Erfolge sind ihnen nicht in den Schoß gefallen. Sie haben dafür trainieren müssen und haben allerdings das Glück, dass sie mit Heinrich Hill einen hervorragenden Mann zur Verfügung haben." Vor allem hob Bürgermeister Herbst die Verdienste des Trainers Heinrich Hill hervor, der unzählige Stunden seiner Freizeit für den Saalradsport opferte.
Vereinsvorsitzender Peter Botta gab der Gemeinde das Versprechen, dass die Saalradsportler nicht rasten wollten. Er sagte: "Dem Bürgermeister ist nie etwas für die Radfahrer zuviel."
Es schreibt der Redakteur Arbogast u.a.: "Müde, aber glücklich trafen am Sonntagabend die Deutschen Meister des Radfahrvereins "Wanderlust" Steinbach mit ihren Schlachtenbummlern in ihrem Heimatort ein und wurden vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr der Nachbargemeinde Stierstadt mit klingendem Spiel empfangen." Man bedenke: Mit klingendem Spiel. Solche Empfänge waren früher üblich und bewiesen die herzliche Verbundenheit zu dem Verein.
Wanderlust Radler sind auch lustig. Denn: Ein Zeitungsfoto von 1972 hat den Untertext: "Die Steinbacher Narren trafen sich am Samstagabend im Bürgerhaus zur ersten Fremdensitzung, die unter anderem von den lustigen Wanderlust-Radlern mitgestaltet wurde."
Südwestmeisterschaft in Hattersheim. In Hattersheim fanden die Südwestdeutschen Meisterschaften im Kunstradfahren statt. Der RSV "Wanderlust" ging mit fünf Disziplinen an den Start.
"Prächtige Leistungen bot dabei auch wieder der RSV "Wanderlust" Steinbach. Mit vier Siegen und zwei Vizemeister-Titeln war der RSV "Wanderlust" erfolgreichster Verein des Tages."
Der Text zu einem Foto der Frankfurter Rundschau "Mit Musik radelt sich’s besser. Nach leisen Walzerklängen erfuhr sich das Sechserteam vom RSV "Wanderlust" Steinbach mit angegebenen 312,1 Punkten bei den deutschen Hallen-Radsportmeisterschaften in Offenbach den Titel im 6er-Kunstfahren der Männer."
Eine Zeitung berichtete am 2. Mai 1980 unter "Heimatsport" über den "75. Geburtstag" des Vereins. Gerhard Strohmann beschrieb diesen "Geburtstag".
Mit Riesenlettern als Überschrift wird über den Verein berichtet. "Erfolgsserie begann mit Jean Fendels Sieg im "Langsamfahren"."
"Ein Verein, der ganz ohne Zweifel zu den erfolgreichsten im Hochtaunuskreis gehört, kann in diesem Jahr sein 75-jähriges Jubiläum feiern: der Radsportverein "Wanderlust" Steinbach, dessen Athleten im letzten halben Jahrhundert unter anderem eine Vize-Weltmeisterschaft, acht Europa-Meister-schaften und 54 deutsche Meisterschaften in die kleine Taunus-Stadt holten und ihren Namen somit weit über die Grenzen Hessens und der Bundesrepublik hinaus bekannt machten. (…)
Nach dem I. Weltkrieg lebten die Aktivitäten im Jahre 1919 mit 20 Mitgliedern wieder auf und im Jahre 1923 trug sich der Steinbacher Jean Fendel mit einer Zeit von 53 Minuten bei einem Bezirks-Wettkampf im "Langsamfahren" in die Siegerliste ein. (…)
Ein Beispiel für die Volksverbundenheit des RSV: Konrad Gissel ist mit 91 Jahren (mit 73-jähriger Mitgliedschaft) das älteste Mitglied, der kleine Florian Pflüger mit einem Jahr das jüngste.
1980 war in der Zeitung zu lesen: "Zu einem Empfang der frisch gekürten Europameister im 6er-Kunstradfahren der Männer lud der Magistrat in den Sitzungssaal des Rathauses ein. Bei den diesjährigen Welt- und Europameisterschaften Ende Oktober in Rheinfelden (Schweiz) hatte die Mannschaft der Steinbacher Radsportvereins RSV "Wanderlust" Steinbach den Titel des Europameisters nach Steinbach gebracht. Neben einigen Schlachtenbummlern waren auch Stadtrat Flörchinger und Bürgermeister Herbst mit nach Rheinfelden gefahren, um dieses Ereignis mitzuerleben. In seiner Rede betonte der Bürgermeister, dass es für sie ein erhabendes Gefühl gewesen sei, als die deutsche Nationalhymne für die Steinbacher Radsportler erklang. (…) Nach den Worten des Bürgermeisters trug sich die Mannschaft in das Goldene Buch der Stadt ein, während die Frauen oder Freundinnen der Kunstradeuropameister mit einem Blumenstrauß bedacht wurden."
Und: Ein Bundestagsabgeordneter radelte sogar mit. "Zum 10. Mal hatte der Steinbacher Radfahrverein "Wanderlust" am Sonntagmorgen zum Taunus-Volksradfahren eingeladen. (…) Das Fahrrad ist wieder "in", das konnte der Radsportverein auch bei den Teilnehmern feststellen, denn zum ersten Mal hat sich der Schirmherr der Veranstaltung, Steinbachs Bürgermeister Walter Herbst, selbst auf den Rundkurs um die Stadt begeben… Zum ersten Mal dabei, so erinnert sich Peter Botta, auch ein Bundestagsabgeordneter, Dr. Manfred Langner, der mit einer großen Gruppe von Steinbacher CDU-Politikern an dem Radfahren teilnahm."
Früh krümmt sich… - nachdem die Kunstradfahrer des Radsportvereins "Wanderlust 1905" Steinbach auch in diesem Jahr bei den Senioren wieder durchweg für positive Schlagzeilen sorgten (der Vierer wurde bekanntlich Deutscher Vizemeister 1981), machte sich auch die gute Nachwuchsarbeit bei den Radsportlern aus Steinbach bezahlt…"
1984: Und wieder in Sachen Nachwuchs. Unter der Ankündigung "So sind wir – BILD besucht Vereine - " gab’s am 26.01.1984 zu lesen: " "40fachen Deutsche Meister im Kunstradfahren bei den Proben für den Faschingsball am 28. Februar. Da wollen die Steinbacher Drahteselartisten zeigen, dass sie’s auch RSV Wanderlust" Fahrrad-Artisten suchen Nachwuchs"
"Spaß muss sein", lacht der Vorsitzende Peter Botta das Radsportvereins RSV "Wanderlust". Wir erwischten die neunfachen Europa- und in bunten Kostümen können. Obwohl Wanderlust-Radler absolute deutsche Spitze sind, hat der Verein Nachwuchssorgen.
Zwei von RSV wurden ausgezeichnet: Friedrich Braunroth und Heinrich Hill. Unter einem Foto des Taunus-Anzeigers vom 31.01.1985 lautet der Text: "Mit Ehrenbriefen des Landes wurden Engagement um Sportbereich und beim Roten Kreuz in der letzten Stadtverordnetenversammlung Dr. Jochen Schwalbe, Friedrich Braunroth, Heinrich Hill, Elli und Gerhard Schilling ausgezeichnet."
Die "Steinbacher Information": "Sie gewannen Schelmenburg-Pokal." - "Sie schafften die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft."
Dann wieder der Aufruf der RSV-Abteilung Volksradfahren: "34. Volksradfahren am 27. Juni 2004!" Das Volksradfahren stand unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Peter Frosch.
Der RSV "Wanderlust 1905" Steinbach (Taunus) ist ein agiler Verein. Er ist ein Traditionsverein – und Tradition verpflichtet. Gewiss wird man auch in der Zukunft von ihm Beachtliches hören und über ihn berichten. Mit diesen Zeilen werden sich Kritiker vielleicht beschäftigen. Der Schreiber, der die Dokumentation fertigte, hat Zeitungsberichte und sonstige Vereinsunterlagen eingesehen. Und er hielt es mit dem bekannten Zitat: "Nur was du schwarz auf weiß besitzt, kannst du getrost nach Hause tragen." Aus den "Vereinspapieren" hat er sich seine Meinung gebildet. Jedenfalls: Vereine, gleich welcher Prägung, sind wichtiger Bestandteil der Dorf- und Stadtgeschichte.
Mit diesem Slogan, er ist zu finden in einer Jubiläumsschrift des Vereins, wird die Dokumentation über den RSV "Wanderlust 1905" Steinbach (Taunus) abgeschlossen.
